Pressestimmen

Ein neuer Gedichtband von Annerose Kirchner ist immer etwas Besonderes. Gelungene Gedichte von Autoren aus Thüringen gibt es nicht so viele, aber es gibt sie. Wulf Kirsten gehört natürlich dazu, Hanns Cibulka oder Sarah Kirsch und noch ein paar andere. Mit ihrem neuen Band hat sich Annerose Kirchner noch näher an diese erste Reihe herangeschrieben. Ihre Gedichte sind meist oft kurz und lakonisch, aber sie haben es in sich.

Wenn man fragen würde, worum geht es in diesen Versen, würde ich antworten: um alles. Es geht um Umweltverschmutzung, aber nicht plakativ, es geht um Naturzerstörung, wovon sie als Ostthüringerin ein Lied singen kann, und das auch tut. Der Uranabbau hat der Landschaft genug zugesetzt. Aber die Gedichte bleiben nicht beim Klagen stehen. Die Autorin begibt sich immer und wieder auf Reisen, im Traum und in der Wirkkichkeit.

Kirchners Vaterland ist der Vers. Dann aber spannt sie eine Brücke. Wie mit einer Edelstahlfeder geschrieben, spannen diese Verse sich elastisch von der Heimat zum Horizont. Sie hat das Träumen nicht verlernt. Darum sind ihre Gedichte, auch wenn sie von kleinen Ostthüringer Dörfern handeln, kein bisschen provinziell. Sie sagt sehr schön von ihren Gedichten: "Liegeplatz meiner Träume". Das kann nur Lyrik.

Torsten Unger, mdr Thüringen, Kultursendung "Marlene"

 

Es sind genau gearbeitete knappe Gedichte. Verzichtet wird auf eine aufgeladene Metaphorik. Man spürt, wie das lyrische Ich Anteil nimmt, Wert auf das charakteristische Detail legt. Gerade die Landschaftsgedichte überzeugen durch ihren ganz eigenen Ton. Man lese das Wulf Kirsten gewidmete Gedicht "Bornhohle". So vereinigt dieser Band einen erstaunlichen Reichtum an Welt. In diese Welt bindet sich Annerose Kirchner mt oft bohrender Selbstbefragung und Erinnerungen ein. Und es gibt den Zorn über den gegenwärtigen Zustand der Welt, die Sprache der "Sprücheklopfer" und "eifriger Luftwedler". Da setzt die Dichterin leise, fast schon vergessene "Worte aus flüchtiger Erinnerung" dagegen, "die Stimmen im dämmernden Abend".

Martin Straub, Ostthüringer Zeitung

Ebenfalls Rezension "Beliehene Zeit" von Martin Straub, "Palmbaum", Literarisches Journal aus Thüringen, Heft 1/2019                                                    __________________________________________________________________________________________

 

 

Pressestimmen

Kunstsammlung erfreut über gute Resonanz - 1500 Besucher wollten die Schau "Zimelien. Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart" sehen - "Von besonderem Interesse waren die von der in Gera lebenden Lyrikerin und Autorin Annerose Kirchner verfassten Texte zu den einzelnen Themenkomplexen der Ausstellung. Die vielen positiven Reaktionen im Besucherbuch und die große Nachfrage veranlassten die Kunstsammlung, die Texte in einem Sonderheft als ausstellungsbegleitende Publikation herauszugeben. Diese waren am letzten Ausstellungstag vergriffen."

Ostthüringer Zeitung, Gera, 1. 3. 2019

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Spurlos verschwunden

Dörfer in Thüringen - Opfer des Uranabbaus

Ch. Links Verlag

Erschienen: April 2017
Auflage: 2.
Erstveröffentlichung: März 2010
Ausstattung: Broschur
Format: 12,5 x 20,5 cm
Seitenzahl: 208
Abbildungen s/w: 57
Karten: 1
ISBN: 978-3-86153-569-0
Reihe / Kategorie: DDR-Geschichte

 

Pressestimmen

Das Buch erinnert an ein nicht bewältigtes Stück der deutschen Historie, an Altlasten unter dem frischen Grün. Es gibt den Betroffenen in Thüringen und Sachsen Trost und Genugtuung. In manchen Passagen zeichnet Annerose Kirchner ein Sittenbild des ländlichen Raums. Und konsequent fördert sie eine »Geschichte von unten«: Die Zeitzeugen verknüpfen Daten mit Erinnerungen, Bildern, Emotionen, so wird Vergangenheit für den Leser lebendig.
Uwe Stolzmann, Deutschlandradio Kultur

Um den Blick auf die Gegenwart zu schärfen, stellt die Autorin Bezüge her zum kulturlandschaftsverschlingenden Braunkohlebergbau der Gegenwart, ohne freilich wesentliche Unterschiede der politischen Systeme zu verwischen.
H.-J. Föller, Rheinischer Merkur

Ein dringend notwendiges Buch. (...) Annerose Kirchners literarische Reportage gewinnt ihre Qualität durch eine vielschichtige sprachliche Realisierung. Sie konfrontiert die Lebensgeschichte ihrer Leute, deren Häuser und Höfe ins Nichts versanken, mit der kalten Sprache der Akten oder mit dem hohlen Ton öffentlicher Verlautbarungen.
Martin Straub, Mitteldeutsche Zeitung

Annerose Kirchner ist ein berührendes Buch gelungen, das mehr ist als nur eine Chronik.
Torsten Unger, mdr Thüringen

Das fatale Wismut-Erbe wurde größtenteils getilgt, die damit verbundenen Traumata aber nicht. Annerose Kirchners Buch führt uns einmal mehr einfühlsam vor Augen, dass große Geschichte vor allem von den kleinen Leuten geschrieben und durch Erzählen bewahrt wird.
Kai Agthe, Das Blättchen


 


Buch Dix und Dix  Auf den Spuren eines Familiennamens Annerose KirchnerDix und Dix

Auf den Spuren eines Familiennamens

Erschienen 2014

gebundene Ausgabe 120 Seiten

Verlag E. Lemm

ISBN: 978-3931635848

 

 

 

 

Pressestimmen

Das Buch ist in hervorragendem Stil geschrieben, und wir danken der
Autorin und dem Verlag für Ihre Arbeit, die nicht nur für Dixe
interessant ist. Auch Otto Dix und sein Bruder waren einst in dem
Verband der Familien Dix tätig, der nach der Wiedervereinigung neu
gegründet wurde.
Wolfgang Dix, Vorsitzender des Verbandes der Familien Dix in Deutschand,
"Ostthüringer Zeitung"


 

Buch Der Rausspeller Begegnungen mit Thüringer Handwerkern Annerose Kirchner

Der Rausspeller. Begegnungen mit Thüringer Handwerkern

Erschienen: 1999

Broschiert 176 Seiten

quartus-Verlag

ISBN: 978-3931505653

 

 

 

 

 

Pressestimmen

Entstanden ist ein gut lesbares, äußerst informatives und gar nicht
nostalgisches Buch. Starke Individuen werden vorgeführt, deren
Geschichten ganz folgerichtig im marktwirtschaftlichen Heute münden.
Manche Anreise in die Raritätenkabinette regionaler Zukunftsgeschichte
führte zwar durch Thüringer Wälder, zu Hinterwäldlern indes nicht.
Firmenhistorien sind an ereignisreiche Familiengeschichten gekoppelt, so
dass Erzählungen auf der Grenzlinie von Belletristik und Reportage
entstanden sind. Das Buch führt an Orte, wo die Zeit anders geht, und
reanimiert ganz unangestrengt die einst vor allem durch Maxie Wander so
beliebte Dokumentarliteratur.
Ulrich Steinmetzger, "Freies Wort"


 

Buch Im Maskensaal Annerose KirchnerIm Maskensaal

Gedichte

Erschienen: 1989

Aufbau Verlag, Berlin und Weimar

ISBN: 978-3351014476

 

 

 

 

 

 Pressestimmen

"Nur immer Untertan bequemen Lebens", heißt es im Titelgedicht, das den
aufklärerischen Gestus "die Masken lüften" problematisiert. Vielleicht
ist es dazu wirklich zu spät.  -  Die Gedichte enthalten anrührende,
genaue Bilder, gutteils von Reisen heimgebracht. Sie scheuen nicht den
dunklen Ton, es gibt viele Widmungs- und Porträtgedichte, auch
emblematische Fügungen: doch der Vogel im Käfig ist auch ohne gelehrtes
Handbuch verständlich. Annerose Kirchner geht auf die weltweite
Bedrohung unserer Lebensmöglichkeiten ein: "Aufgeteilte Horizonte,
Zeitalter / veränderter Maßstäbe. Der Computer / rechnet, wie viele
Generationen / noch Nahrung finden..."
Alexander von Bormann, "Der Tagesspiegel"

Die Gedichte von Annerose Kirchner propagieren ein Leben ohne Masken.
Das Gesicht, den Körper zu zeigen, nicht nur eine Existenz zu führen,
sondern das Leben zu leben.
Bernd Heimberger, "Ostthüringer Nachrichten"

Ein eigenständiges poetisches Werk ist die zweiteilige Titeldichtung "Im
Maskensaal". Erst nach mehrmaligem Lesen erschließen sich in der Regel
die Bilder dieser bisweilen monolithisch gefügten dreiversigen
hymnischen Strophen. Aber welcher Kosmos tut sich dann auf.
Eckhard Bahr, "Berliner Allgemeine"


 

 Buch Mittagstein Annerose Kirchner

Mittagsstein

Gedichte

Erschienen 1979

Aufbau Verlag, Berlin und Weimar

 

 

 

 

 

Pressestimmen

Es geht um ehrliche, mitleidlose, nichts aussparende Erkundung des
eigenen Ichs, die auch den Leser zur Konfrontation mit sich selbst
zwingt. An den letzten Gedichten des Bandes - Beschreibungen mit
literarischen Zentralfiguren - wird noch einmal deutlich, worum es immer
gegangen ist: Die Begegnung mit Dingen, Orten und menschen ist keine
Flucht vor sich selbst. Die im Gedicht erwartete Selbstaussage wird
gerade in solchen scheinbar nur "objektiven" Gebilden über alles bloß
"Subjektive" hinaus zur Begegnung mit dem eigenen Gewissen, dem man
nicht auswichen kann.
Gerhard Rothbauer, "Freies Wort"

"Mittagsstein" ist der gelungene Versuch einer Dichterin (es ist die
treffendste Bezeichnung, die auf Annerose Kirchner zutrifft), die
Grenzen einer eigenen Welt abzustecken und zwischen diesen Koordinanten
nach der eigenen Identität zu forschen.
Horst Samson, "neue literatur"

Sehnsucht nach einer Welt der ungebrochenen, unverfälschten
Verständigung zwischen ihren Bürgern spricht aus den Gedichten von
Annerose Kirchner. Sie möchte dort leben, wo Ursprünglichkeit auch jetzt
noch zu Hause ist. Unter Menschen, die ganz direkt (sichtbar für jeden)
sinnvolle Tätigkeit ausüben, sich auf ihr Handwerk verstehen und sich
mit Fleiß und Bescheidenheit durchbringen, zugleich Schönes und
Nützliches schaffend.
Wer die Dinge so menschlich besieht, fühlt sich für sie verantwortlich,
sieht sie mit wachem Gewissen.
"Der Morgen"