Ostern, Ostern... Warum nicht mal ins Regal zu den neuen Büchern schauen. Es muss über die Feiertage keine kraftzehrende Lektüre sein. Warum nicht mal ein Buch ohne Worte, nur mit Bildern? Und mit zwei kleinen Hasenkindern, Schwester und Bruder, die nicht nur Möhren knabbern. Die niederländische Illustratorin Daphne Louter zeichnete die poetischen Bilder aus dem Leben der beiden tierischen Freunde, die sehr menschlich agieren. Der eine weckt den anderen, weil dieser noch schläft und gleich gehts zum Frühstück in die Küche. Beide sitzen brav am Frühstückstisch, essen ihr Morgenei und trinken Zitronenwasser. Nach dem Anziehen, beobachtet vom einzigen Huhn, das mit ihnen zusammen lebt, geht's ins Freie. Schnell noch einkaufen, dann im Park, natürlich mit Huhn (im Bollerwagen), um dort einem großen Hund zu begegnen. Danach geht es wieder nach Hause, es wird mit dem Spielzeug gespielt - das Huhn ist immer dabei - und müde liegt man kreuz und quer auf dem Sofa. Dann wird es Abend. Ein erfrischendes Bad in der Wanne, dann warten die Bücherberge im Bücherzimmer (bewacht von zwei schlauen Schleiereulen) und danach geht es ins Bett. Vor dem Einschlafen schnell noch ein Papierschiffchen falten...

Gedacht sind die "Hasentage" für Kinder ab 3 Jahren. Erwachsene begeistern sich sofort an den gelungenen Illustrationen aus dem Hasenleben. Der niederländische Originaltitel lautet "KIJK, KONIJNEN". Damit gibt die Künstlerin Daphne Louter, die unter anderem in Edinburgh an der Kunsthochschule Illustration unterrichtete, ihr Buchdebüt. Ein schöner Beginn für weitere Veröffentlichungen.

Daphne Louter: "Hasentage". Fischer Sauerländer, Frankfurt am Main 1018. 32Seiten, gebunden, 14,99 Euro